Scharlach mit Husten

Husten und Schnupfen bei Scharlach

Kinder, die bei Scharlach Husten entwickeln, erleiden Scharlach als Entzündung des Hals-Rachen-Raumes. Durch die Entzündung geraten die Bakterien in den restlichen Körper und es kommt zum eigentlichen Scharlach.

Scharlach Husten

Husten als Anfang der Scharlach-Erkrankung

Stellt ein Betroffener bei Scharlach an sich Husten fest, beginnt die Krankheit als Entzündung im Hals-Rachen-Raum. Er erkennt das an Halsschmerzen und Schluckbeschwerden.

Der Husten tritt meist zeitgleich mit plötzlichem, hohen Fieber und Schüttelfrost auf.

Solche Symptome bei einem Kind alarmieren Eltern, die sich sofort mit ihm zum Arzt begeben. Bei kleineren Kindern kommt es häufig zusätzlich zu Bauchschmerzen und Erbrechen. Zudem treten Entzündungen der Nasennebenhöhlen, des Mittelohrs oder der Lunge gleichzeitig auf.

 Scharlach mit Husten und Halsentzündung

Während Scharlach mit Husten und Halsentzündung beginnt, gelangen die verursachenden Bakterien in die Blutbahn. Die Infektion breitet sich dadurch auf den ganzen Körper aus.

Es kommt zum eigentlichen Scharlach. Ein bis zwei Tage nach dem Husten und Fieber entwickelt der Patient einen Ausschlag mit tiefroten und juckenden kleinen Flecken. Sie breiten sich kreisförmig auf der Hautoberfläche aus. Hand- und Fußflächen betrifft der Ausschlag nicht.

Auch im Gesicht spart der Ausschlag den sogenannten Milchbart, eine Stelle zwischen Unterlippe und Kinn, die weiß bleibt, aus. Als typisches Identifikationsmerkmal dient zudem die Himbeerzunge, wobei sich die Zunge scharlachrot färbt und sich schält. Nach sechs bis neun Tagen verschwindet der Hautausschlag und die Haut schuppt sich vor allem an Fußsohlen und Fingerkuppen.

 

Gerade die oftmals sehr allgemeinen Krankheitsanzeichen wie Husten führen bei Scharlach zu einer späten oder keiner Behandlung. Erfolgt keine Behandlung, kommt es später als Reaktion auf das Gift der Scharlach-Bakterien zu rheumatischem Fieber oder einer Nierenentzündung. Selten entsteht durch die Vergiftung der Bakterien das Streptokokken-Toxic-Shock-Syndrom, bei dem Organe versagen. 30 Prozent der Patienten erliegen dieser Erkrankung.

 

Husten als Überträger der Scharlach-Bakterien

Scharlach mit Husten in Verbindung zu bringen, geschieht auch bei der Ansteckung. Mit Scharlach stecken sich Kinder im Alter von vier bis sieben Jahren und Erwachsene an. Gegen die Infektionserkrankung gibt es keine Impfung oder Immunisierung des Körpers.

Sie tritt unter Umständen auch mehrmals im Leben auf. Der Husten, der zu den frühen Anzeichen von Scharlach gehört, führt zur Verbreitung der Krankheit. Über Tröpfcheninfektion durch Sprechen, Niesen und Husten gelangen die Bakterien, die Scharlach verursachen, in den Körper. Die Bakterien heißen beta-hämolysierende Streptokokken. Diese Streptokokken gehören zur Lancefield-Gruppe A. Das volle Krankheitsbild entwickeln diese Bakterien, wenn sie spezialisierte Viren, sogenannte Bakteriophagen besitzen. Die Bakteriophagen bilden das Scharlach-Toxin.

Behandlung von Husten bei Scharlach

Bei Husten und Schluckbeschwerden fällt es Kindern schwer, ausreichend Flüssigkeit und Nahrung zu sich zu nehmen. Die Gefahr der Dehydration besteht.

Eltern bereiten ihrem Kind in diesem Fall leicht zu schluckende Mahlzeiten wie Brei, Milchshakes, Eiscreme oder Suppe. Luftbefeuchter oder ein feuchtes Handtuch auf der Heizung lindern unter Umständen den Husten und die Halsschmerzen. Gegen die Ursache des Hustens bekommt der Patient bei Scharlach in den meisten Fällen Penicillin. Der Betroffene nimmt das Antibiotikum zehn Tage lang. Die Symptome wie der Husten klingen bereits 24 Stunden nach der ersten Dosis ab.

Leidet ein Patient an Scharlach mit Husten, besteht eine erhöhte Ansteckungsgefahr durch Tröpfcheninfektion. Den Husten lindern Luftbefeuchter und Penicillin bekämpft den Scharlach.

veröffentlicht  von  Anna Nilsson,

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