Kann Scharlach mehrmals auftreten?

Wie oft kann ein Mensch an Scharlach erkranken?

In der Regel handelt es sich bei Scharlach um eine typische Kinderkrankheit. Jedoch besteht auch bei erwachsenen Menschen das Risiko, wiederholt daran zu erkranken. Die Erreger der Infektion, die Streptokokken, stellen eine Art Bakterien dar, bei denen es mehrere Untergruppen gibt. Der Organismus bildet nicht gegen alle Arten Antikörper. Dadurch kann die Krankheit Scharlach mehrmals auftreten. Eine Impfung gegen die Infektion existiert nicht.

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Wie oft tritt Scharlach auf?

Scharlach stellt eine Erkrankung dar, die mit charakteristischen Symptomen einhergeht. Ein typischer Hautausschlag befällt die Patienten. Gleichzeitig leiden sie unter einer schmerzhaften Halsentzündung. Die Auslöser für die unangenehme Krankheit heißen Streptokokken. Sie gelangen über eine Tröpfchen-Infektion in den Organismus des Betroffenen. Das bedeutet, ein an Scharlach erkrankter Mensch überträgt die Bakterien über:

  • das Husten,
  • das Niesen
  • und das Sprechen.

 

Zudem gibt es seltene Fälle, in denen die Streptokokken über die Schmierinfektion in einen neuen Wirtskörper gelangen. Die Inkubationszeit der Krankheit beträgt zwei bis vier Tage. Bereits in dieser Zeit gilt die Infektion als ansteckend. Nach dem Ausbruch der Erkrankung übertragen die Betroffenen die Erreger weiterhin. Die Ansteckungsgefahr endet ausschließlich nach einer mehrtägigen Einnahme von Antibiotika, welche der Hausarzt verschreibt.

Im Regelfall bildet der Organismus nach dem ersten Ausbruch einer Krankheit Antikörper gegen die entsprechenden Erreger. Dieser Schutzmechanismus funktioniert im Fall von Scharlach nicht. Bei den Streptokokken gibt es zahlreiche Bakterienstämme. Sie übertragen alle eine Abart des Virus. Dadurch gelingt es dem Immunsystem nicht, sich gegen den Befall der Bakterien zu wehren. Somit kommt es, dass Scharlach mehrmals auftreten kann.

Mehrmaliger Scharlach-Ausbruch bei Kindern

Diverse Scharlach-Erreger verursachen speziell bei Kindern aufeinanderfolgende Infektionen. Nach dem Ausheilen der ersten Erkrankung zeigt sich das Immunsystem geschwächt. Daher gelingt es anderen Streptokokken-Stämmen, den Organismus des Kindes erneut zu befallen. Eine wiederholte Ansteckung mit Scarlatina stellt die Folge dar. In Kindergärten und Schulen drohen aus diesem Grund Infektionswellen. Die hohe Ansteckungsgefahr begünstigt das mehrmalige Auftreten von Scharlach.

Auch bei Erwachsenen existiert keine Immunität gegen die Scharlach-Erreger. Die Möglichkeit besteht, dass die Immunabwehr Antikörper gegen einen spezifischen Streptokokken-Stamm bildet. Diese Bakterien sorgen nicht länger für einen Ausbruch der Krankheit. Jedoch schließt die Immunität nicht die anderen Bakterien-Stämme ein. Tritt Scharlach mehrmals auf, helfen nicht immer dieselben Antibiotika. In einigen Fällen verschreiben die Ärzte gegen einen bestimmten Streptokokken-Stamm ein anderes Medikament.

Streptokokken bilden verschiedene Gifte

Dies liegt daran, dass die diversen Streptokokken-Arten unterschiedliche Gifte bilden. Bei dem auslösenden Faktor der Krankheit Scarlatina und seinen charakteristischen Symptomen handelt es sich um dieses Gift. Es nennt sich Toxin und entstammt den Bakterien. Sobald es in die Haut gelangt, bildet sich der typische samtartige Ausschlag bei den Patienten. Bricht die Krankheit aus, sorgen die Leukozyten, die weißen Blutkörperchen, für eine Immunität gegen das vorherrschende Toxin.

Das mehrmalige Auftreten von Scharlach betrifft nicht alle Patienten. In der Regel erkranken ausschließlich zwei bis vier Prozent der Betroffenen erneut an der Infektion. Gegen die Krankheit gibt es keine Impfung. Vorwiegend begründet sich das aus der Tatsache heraus, dass kein Impfstoff gegen mehrere Streptokokken-Arten existiert. Eine Immunisierung schützte demnach ausschließlich gegen eine Untergruppe der Bakterien. Angesichts der Erreger-Vielfalt ist sie somit wirkungslos.

 

Wie vermeiden Patienten eine mehrmalige Infektion?

Trotz der fehlenden Möglichkeit einer Impfung gibt es Optionen, sich gegen eine erneute Scharlach-Infektion zu schützen. Das vorbeugende Verhalten der Patienten spielt dabei eine tragende Rolle. Im Fall eines Ausbruchs der Erkrankung vermeiden Verwandte und Bekannte den Kontakt mit der infizierten Person. Dadurch verringert sich die Ansteckungsgefahr der Infektion.

Zudem bewahren sich Interessenten vor einer Erkrankung, indem sie spezielle Hygiene-Maßnahmen einhalten. Das mehrmalige Waschen und Desinfizieren der Hände sorgt dafür, dass die Scharlach-Erreger nicht in den Organismus gelangen. Zusätzlich schützt ein gesundes Immunsystem vor einem Befall der Bakterien. Daher achten die Interessierten auf eine ausgewogene Ernährung. Besonders in den Wintermonaten nehmen sie ausreichend Vitamine, vorwiegend Ascorbinsäure, zu sich.

 

Mehrmalige Scharlach-Infektion zusammengefasst

Die typische Kinderkrankheit Scarlatina überträgt sich über eine Tröpfchen-Infektion. Durch das Niesen oder Sprechen gelangen die Streptokokken in den Körper. Es existieren mehrere Untergruppen der Bakterien. Der Organismus bildet nicht gegen alle Arten Antikörper. Daher besteht die Gefahr, mehrmals an Scarlatina zu erkranken. Eine Impfung gegen die Krankheit existiert aufgrund fehlender Vakzine nicht. Auch dies liegt an der Vielzahl der Scharlach-Erreger.

http://www.scharlach-info.de/wie-oft-scharlach-bekommen.html

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