Scharlach mit Homöopathie behandeln

Scharlach mit Naturheilkunde und homöopathisch behandeln und therapieren

Zusätzlich zur schulmedizinischen Therapie kann Scharlach mit Homöopathie  und naturheilkundlich mit homopathischen Mitteln behandelt werden. In der Schulmedizin kommen Antibiotika zu Anwendung. Diese wirken sich negativ auf Abwehr und Darm aus. Ebenso bilden Kinder bei gehäufter Nutzung Resistenzen gegen den Wirkstoff aus. Um dies zu vermeiden, greifen Eltern auf eine homöopathische Therapie, Hausmittel und natürliche Wirksubstanzen zurück. Im Folgenden erläutern wir die verschiedenen Ansätze zur Behandlung von Scharlach mit Homöopathie und geeignete Wirkstoffe. Zusätzlich zeigen wir weitere Alternativen zur schulmedizinischen Therapie auf.

Ein Mädchen Scharlach mit Homöopathie

Scharlach mit Homöopathie therapieren Urheber: ilona75 / 123RF.com

 

 

 

Die Behandlung der Kinderkrankheit mit Homöopathie

Homöopathie eignet sich zur Behandlung von Scarlatina

Neben der klassischen Therapie mit Antibiotika sehen viele Eltern bei Scharlach die Homöopathie als Alternative. Derzeit existieren keine wissenschaftlichen Beweise für die Wirksamkeit der Globuli und Phytotherapie. Zur Behandlung suchen Eltern einen Mediziner mit homöopathischen Kenntnissen auf. Heilpraktiker behandeln den Patienten nicht, da die Erkrankung schwere Folgen bei unzureichender Therapie hat. Als wichtigstes Mittel gilt Belladonna. Es kann das Fieber und die Schwellung der geröteten und erweiterten Rachenmandeln lindern.

 

Naturheilkundliche Therapiemöglichkeiten bei Scharlach

Bei einer Erkrankung stehen Eltern verschiedene Behandlungsmöglichkeiten offen. Generell entscheidet sich der überwiegende Teil der Kinderärzte für die Therapie auf schulmedizinischer Basis. Alternativen sind naturheilkundliche Verfahren wie Wickel und Homöopathie, die nahezu nebenwirkungsfrei die Abwehr des Kindes gegen die Erreger unterstützen können.

Ein Mädchen nimt Globuli bei Scharlach, Scharlach mit Homöopathie

Scharlach mit Homöopathie therapieren Urheber: ilona75 / 123RF.com

Abseits der schulmedizinischen Therapie

Bei einem Verdacht auf die Erkrankung beim Kind ist der Gang zum Arzt unerlässlich. Nur er darf die Krankheit behandeln. In der Regel zieht er bei der Diagnose Scarlatina eine schulmedizinische Therapie mit Antibiotika in Betracht. Zu den bekanntesten Mitteln zählen Penicillin und Erythromycin, so Dr. med. Wolfgang Scheel, Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde. Die Medikamente helfen bei akutem Scharlach und verhindern Spätkomplikationen. Zusätzlich verabreicht der Arzt fiebersenkende Mittel. Die schulmedizinische Behandlung unterdrückt die Erkrankung, unterstützt jedoch den Heilungsprozess nicht.

Daher setzen viele Eltern auf eine naturheilkundliche oder homöopathische Ersatztherapie. Diese unterdrücken die Krankheit nicht. Sie haben zum Ziel, die Abwehr des Körpers unterstützen. Ein weiteres Risiko von Antibiotika stellt die Zunahme von Resistenzen gegen das Mittel dar. Penicillin schädigt die Darmflore langfristig und vermindert die körpereigene Abwehr des Kindes. Heilpraktiker dürfen Scharlach nicht behandeln. Viele Schulmediziner verfügen daher über Kenntnisse in der alternativen Medizin, um die Krankheit homöopathisch zu behandeln.

Naturheilkundliche Verfahren zur Therapie von Scharlach

Tritt während der Erkrankung Fieber auf, können Wickel ein gutes Mittel sein, um die Temperatur des Kindes abzusenken. Solche mit Quark oder Zitrone sollen sich bei Halsschmerzen eignen. Das Milchprodukt kühlt und lindert möglicherweise die Entzündung. Zusätzlich zu diesen Hausmitteln stellt bei Scharlach die Homöopathie Mittel zur Behandlung bereit.

 

Scharlach mit Homöopathie behandeln

Zu den wichtigsten naturheilkundlichen Verfahren zählt die Verabreichung homöopathischer Mittel. Sie unterstützen den Prozess der Heilung. Die Behandlung jedes kleinen Patienten gestaltet sich individuell. Eltern suchen einen Arzt mit homöopathischen Kenntnissen auf und greifen nicht zur Selbstmedikation.

Die wichtigsten Mittel der Homöopathie bei Scharlach sind Belladonna, Ipecacuanha, Stromonium, Apis millifera und Phytolacca americana, so Dr. med. Wolfgang Scheel. Die typischen Symptome lassen sich mit diesen Wirkstoffen gut behandeln. Vorsicht ist geboten bei der Anwendung bei Kindern. Die Arzneien verschlechtern in einigen Fällen den Zustand des jungen Patienten zu Beginn. Sie tragen erst im Krankheitsverlauf zur Besserung bei. Um Scharlach mit Homöopathie zu behandeln, ist eine regelmäßige Kontrolle beim Mediziner notwendig.

 

Empfohlene Präparate zur Behandlung von Scharlach

Bei stark geschwollenen und roten Tonsillen verabreicht der Arzt den bekannten Wirkstoff Belladonna, so Dr. med. Wolfgang Scheel. Er gilt als klassisches Mittel zur Homöopathie bei Scharlach, der sich durch die Himbeerzunge, eine gerötete Rachenschleimhaut und durch hohes Fieber kennzeichnet. Das Mittel kam bereits im 18. Jahrhundert zur Anwendung und gilt noch heute als wirksam. Alternativ verwendet der Arzt Apis mellifica. Es ist indiziert bei glasig glänzenden Tonsillen und Abwehrschwäche.

Sind die Rachenmandeln geruchsintensiv und stark vereitert, kommt Mercurius solubilis Hahnemanni zum Einsatz. Bei einem Stechen im Hals und schmerzhaftem Schlucken hilft Lycopodium clavatum. Starke Schluckbeschwerden aufgrund von geschwollenen, blaurot gefärbten Tonsillen lindert Lachesis muta. Der Wirkstoff Ipecacuanha bekämpft Erbrechen und Übelkeit zu Beginn der Erkrankung. Zusätzlich verabreicht der Mediziner bei Krämpfen, nervöser Erregung, Unruhe und Zittern das Mittel Stromonium nach Gilbert Charett. Kommt es zu einer erneuten Halsentzündung bedingt durch Streptokokken und Schluckbeschwerden, die in die Ohren ausstrahlen, kann Phytolacca americana helfen.

 

Homöopathie bei Scharlach gilt als unterstützende Heilmethode, sie kann Symptome und Begleiterscheinungen lindern. Halten diese trotz der Therapie an, ist es wichtig, diese umzustellen, und gegebenenfalls auf eine schulmedizinische Therapie mit Antibiotika zurückzugreifen. Bei unzureichender Behandlung kommt es zu Komplikationen wie rheumatischem Fieber, Gelenkveränderungen sowie akuter Nieren- oder Herzmuskelentzündung.

Heilpflanzen ergänzen die homöopathische Therapie

Zusätzlich zur Behandlung von Scharlach mit Homöopathie gelten bestimmte Heilpflanzen als lindernd. Vorrangig steht bakteriellen Infektionen der Gebrauch von Salbei als Gurgellösung zur Option. Salzpastillen haben den Ruf, ebenso gegen Bakterien zu helfen, wie Kapuzinerkresse. Letztgenannte gilt als naturheilkundliche Alternative zu Antibiotika. Der Arzt verschreibt sie in Form einer homöopathischen Urtinktur. Pastillen mit Isländisch Moos pflegen die angegriffene Schleimhaut.

 

Viel Zeit zur Regeneration einplanen

Neben der schulmedizinischen oder homöopathischen Behandlung gilt Bettruhe als wichtigster Faktor im Heilungsprozess. Dazu gehört, dass sich vor allem Kinder bis zu zwei Wochen nicht anstrengen oder sportlich betätigen. Zu beachten bei der Therapie durch Homöopathie bei Scharlach ist, dass die jungen Patienten länger ansteckend bleiben, als mit Antibiotika behandelte Patienten. Die Ansteckungsphase erstreckt sich auf bis zu drei Wochen. In dieser Zeit bleibt das Kind zu Hause und benötigt dementsprechend eine häusliche Pflege. Die Therapie mit Antibiotika verhindert eine Ansteckung ab dem vierten Tag.

 

Ernährung während der Erkrankung umstellen

Um einen ganzheitlichen Therapieerfolg zu gewährleisten, ist es wichtig, auf die Zufuhr von ausreichend Flüssigkeit zu achten, so Dr. med. Wolfgang Scheel. Eine Mischung aus verdünntem Apfel- oder Himbeeressig und Honig wirkt heilend. Weiche, warme Speisen lassen sich besser schlucken. Eine darmschonende Diät entlastet den Körper. Zu den wichtigsten Nahrungsmitteln in der Krankheitszeit zählen: zerdrückte Banane, geriebener Apfel, Dinkel-Zwieback, zerstampfte Kartoffeln. Ein Verzicht auf Milchprodukte entlastet den Darm. Der Körper benötigt während der Scharlachinfektion vermehrt Mineralstoffe und Vitamine wie Vitamin A, C und E sowie Zink.

 

Wie erfolgt eine homöopathische Therapie gegen Scharlach?

Für die Krankheit Scharlach zeigen sich spezielle Bakterienstämme verantwortlich. Die Infektion tritt in der Regel akut auf und führt durch engen Kontakt zu einer schnellen Ansteckung. Erkrankte verbreiten die Erreger durch Niesen oder durch den nahen Kontakt zu anderen Personen (Schmier- und Tröpfchen-Infektion). Scharlach geht mit typischen Symptomen einher, wobei vorwiegend die hochrote Farbe im Rachenbereich und der Zunge im Mittelpunkt steht. Im Lateinischen nennt sich der Farbschlag scarlatum. Laien bezeichnen speziell die rötliche Zunge als Himbeerzunge.

Aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr zählt die Krankheit zu den meldepflichtigen gesundheitlichen Risiken. Erste Anzeichen der Erkrankung treten zwei bis sieben Tage nach dem Kontakt mit einem Infizierten auf. Speziell bei den kleinen Patienten fällt sie durch Stimmungs-Schwankungen auf. Zu den charakteristischen Merkmalen des Scharlachs gehören:

  • entzündete und angeschwollene Mandeln,
  • Halsschmerzen,
  • Ohrenschmerzen,
  • Fieber,
  • ein entzündeter Rachen,
  • die Himbeerzunge,
  • Schluckbeschwerden,
  • vergrößerte Lymphknoten
  • sowie ein hochroter und weicher Gaumen.

Oftmals treten weitere Symptome in Form von Kopfschmerzen und Übelkeit auf. Um die Erkrankung zu therapieren, verschreiben die Ärzte vorrangig Antibiotika. Jedoch besteht in einigen Fällen das Risiko einer Resistenz. Das bedeutet, dass die Arznei keinen positiven Einfluss auf den Verlauf der Infektion nimmt. In dem Fall bewährt es sich, eine homöopathische Behandlung des Scharlachs zu beginnen.

Speziell bei kleineren Kindern steht eine Linderung des Fiebers im Fokus, um schwerwiegenden Folgen vorzubeugen. Zu dem Zweck eignen sich beispielsweise Wadenwickel, welche die Eltern eigenständig herstellen. Diese Maßnahme aus der Naturheilkunde unterdrückt die erhöhte Körpertemperatur nicht komplett, da Fieber eine abwehrsteigernde Heilreaktion darstellt. Demnach unterstützt das Symptom die körpereigenen Abwehrkräfte der Betroffenen.

Scharlach homöopathisch behandeln die Pflegepersonen des Erkrankten, indem sie bei einer Körpertemperatur von über 38 Grad Celsius einen Wickel aus dünnen Tüchern herstellen. Vorrangig eignen sich Stoffe aus Baumwolle, die ausreichend Feuchtigkeit aufnehmen. Verwenden sie ein Geschirrtuch, tunken sie es in lauwarmes Wasser und wringen es aus. Danach wickeln sie das Tuch um die Wade des Scharlach-Patienten und bedecken es mit einem Handtuch. Letzteres verhindert, dass die Leidenden zu frieren beginnen.

Gegen die Halsschmerzen helfen Zitronenwickel

Eine homöopathische Behandlung bei Scharlach stellen die Zitronenwickel dar, die speziell bei Halsschmerzen für Linderung sorgen. Ebenso wie Quark wirkt eine geriebene Zitrone entzündungshemmend. Daher verwenden die Pflegenden beispielsweise eine Kombination aus beiden Lebensmitteln. Den Quark streichen sie auf ein dünnes Tuch und legen es dem Patienten um den Hals. Hierbei senkt das kühle Milchprodukt die Körpertemperatur und betäubt gleichzeitig die Halsschmerzen. Weitere Mittel aus der Naturheilkunde sind:

  • Apis millifera,
  • Belladonna,
  • Phytolacca americana,
  • Stromonium
  • und Ipecacuanha.

Das aus Tollkirschen hergestellte Arzneimittel Belladonna wirkt vorwiegend gegen Fieber. Leiden die Patienten gleichzeitig an Übelkeit, eignet sich eine Kombination aus diesem Wirkstoff und der in der Fachsprache mit Ipecacuanha bezeichnete Brechwurzel. Sie existiert in Form eines Sirups. Die unter dem Namen Rohwurzel bekannte Heilpflanze ist giftig, sodass das Medikament zu den verschreibungspflichtigen Arzneimitteln zählt.

Bei der Apis millifera handelt es sich um die „Westliche Honigbiene“, die in unterschiedlichen Präparaten Verwendung findet. Vorrangig unterstützen die jeweiligen Substanzen die Abwehrkräfte des Betroffenen. Zusätzlich eignet sich das Medikament zur Behandlung der für Scharlach charakteristischen Halsschmerzen. Einen ähnlichen Effekt bewirkt die Phytolacca americana. Sie lindert starke Schluckbeschwerden und beruhigt die gereizte Rachenschleimhaut. Jedoch sorgen warme Getränke in Kombination mit der Arznei für ein unangenehmes Brennen. Daher versorgen die Pflegenden der erkrankten Person bei einer entsprechenden Therapie diese vorzugsweise mit kühlen Säften oder stillem Mineralwasser.

Den heilenden Effekt bei Scharlach mit Homöopathie zu behandeln legen zahlreiche Studien dar. Die von der Berliner Charité unter der Leitung von Prof. Claudia M. Witt durchgeführte Beobachtungs-Studie „Homeopathic treatment of patients with migraine: a prospective observational study with a 2-year follow-up period“ belegt den Erfolg der Naturheilkunde gegenüber Placebos. Vorwiegend bei chronischen Leiden wie Migräne oder Heuschnupfen schaffen homöopathische Mittel in der Regel zuverlässig Abhilfe. Bei einer Erkrankung mit Scharlach steht gleichzeitig die Phytotherapie im Mittelpunkt.

Hierbei findet die Heilpflanze Salbei Anwendung. Sie bekämpft bakterielle Infektionen im Mund- und Rachenraum, wobei sich ihre fiebersenkende Wirkung als Vorteil erweist. Die Patienten nehmen das Kraut in Form von Tee zu sich und gurgeln die Flüssigkeit. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, eine homöopathische Urtinktur aus Salbei zu nutzen. Dabei reichen wenige Tropfen davon in einem Glas Wasser aus, um einen gesundheitsfördernden Effekt zu erhalten. Eine weitere Alternative stellt ein Fertig-Präparat aus Salbei dar, das sich ebenso zum Gurgeln eignet.

Damit die Schleimhaut aufgrund der Entzündung keine dauerhafte Reizung erfährt, konsumieren die Erkrankten Pastillen aus Islandmoos (Cetraria islandica). Diese betäuben die Schmerzen und pflegen gleichzeitig das gereizte Areal. Um die Bakterien zu bekämpfen, stehen Salzpastillen im Vordergrund. Sie wirken, wie die Heilpflanze Kapuzinerkresse, bei der es sich ebenfalls um eine homöopathische Urtinktur handelt, desinfizierend.

Studien zur Homöopathie bei Scharlach

Geeignete Evidenzen zur Wirksamkeit von naturheilkundlichen Verfahren bei Scarlatina stehen bisher aus. Interessant in diesem Kontext sind die Studien:

 

Weiterführend:

  1. Bornhöft, P. F. Matthiessen (eds): Homeopathy in Healthcare – Effectiveness, Appropriateness, Safety, Costs, Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2011.

http://www.homoeopathiewelt.com/indikationen/scharlach-scarlatina/

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/article/821123/antibiotika-scharlach-immer-noch-gefaehrlich.html

Quellen:

https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/linkout/10.1055/s-0034-1395844/id/R10-1055-s-0034-1395844-10

https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/linkout/10.1055/s-0034-1395844/id/R10-1055-s-0034-1395844-05

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