Krankheitsverlauf einer Scharlach Infektion

Wer unter Scharlach leidet hat eine ernsthafte Krankheit die einen sehr unterschiedliche Verlauf der Scharlach Infektion mit sich bringen kann. Gerade bei Kindern, aber auch bei Erwachsenen kann die Krankheit unterschiedlichste Symptome hervorbringen. Hier finden Sie alle Informationen zum Scharlach Verlauf:

scharlach verlauf

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Wie lange dauert Scharlach?

Scharlach (Scarlatina) tritt in der Regel bei Kindern auf. Im Gegensatz zu anderen Kinderkrankheiten entsteht im Körper nach dem Überstehen der Infektion keine Immunität. Aus dem Grund besteht die Möglichkeit, mehrmals an Scarlatina zu erkranken. Für die Betroffenen stellt sich in dem Fall die Frage: Wie lange dauert Scharlach?

Im Normalfall setzen die ersten Symptome zwei bis drei Tage nach der Ansteckung ein. Die Patienten fühlen sich abgeschlagen und bekommen Schmerzen in den Gliedern. Zusätzlich setzt ein leichter bis heftiger Schüttelfrost ein. Des Weiteren entzündet sich bei Scharlach der Rachen. Schließlich folgt der charakteristische scharlachrote Ausschlag, der den Körper und das Gesicht befällt.

Die Scharlach-Dauer in der Zusammenfassung

Scharlach dauert in der Regel vierzehn Tage. Bereits in den ersten fünf Tagen nach der Ansteckung folgen die typischen Anzeichen. Speziell der Ausschlag sowie die charakteristische Himbeerzunge klingen nach vier bis sechs Tagen ab. In der Folge beginnt die Haut, sich zu schuppen. Vorwiegend an Händen und Füßen bemerken die Patienten, dass sich winzige Hautschuppen lösen.

Wie lange dauert Scharlach? – diese Frage tritt auf, sofern die Schuppung länger als eine Woche anhält. Hierbei hängt die Zeitspanne vom individuellen Gesundheitszustand der Personen ab. Die rissige und schuppige Haut bleibt im schlimmsten Fall bis zu zwei Monate erhalten.

Der Verlauf des Scharlachs entspricht einem Muster

In der Ausprägung variiert der Scharlach. Manches Mal verläuft die Kinderkrankheit milde, sodass die Patienten an eine Halsentzündung glauben. Hierbei entsteht kein Ausschlag, zudem kommt es nicht zu der typischen Schuppung der Finger- und Zehenkuppen. Das charakteristische Krankheitsbild des Scharlachs ist im Regelfall bei Kindern zu beobachten.

Arzt-Untersuchung des Rachens bei Scharlach © didesign. fotolia.com

Arzt-Untersuchung des Rachens bei Scharlach © didesign. fotolia.com

Warum leiden Kinder an deutlicheren Symptomen?

Im Gegensatz zu erwachsenen Menschen verfügen Kinder über ein schwächeres Immunsystem. Zudem fehlt ihnen die Erfahrung mit den Scharlacherregern. Bei diesen handelt es sich um die Streptokokken der Lancefield-Gruppe A, vorrangig den Streptococcus pyogenes. Die körpereigenen Abwehrkräfte identifizieren die Erreger erst als Bedrohung, sodass bisher keine Antikörper zur Verfügung stehen. Aus dem Grund betrifft die stärkere Verlaufsform des Scharlachs vorwiegend die Kinder.

Stecken sich die Kinder mit Scarlatina an, existiert eine Inkubationszeit von einem bis zu drei Tagen. Dabei hängt der Scharlach-Verlauf vom persönlichen Gesundheitszustand der Kleinen ab. In seltenen Fällen beträgt die Zeit, bis sich die ersten Symptome zeigen, eine Woche. Der Grund besteht im Normalfall in einer starken Immunabwehr. Danach entstehen ohne Vorwarnung die charakteristischen Scharlach-Merkmale. Zuerst tritt neben schmerzenden Gliedern ein unangenehmer Schüttelfrost in den Mittelpunkt. Hierbei handelt es sich um allgemeine Krankheitsanzeichen, sodass viele Betroffene vorerst an eine Grippe als Ursache denken.

Bei einer schweren Verlaufsform des Scharlachs entsteht bereits nach drei Tagen ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl. Dabei tritt eine Vielzahl unspezifischer Merkmale auf. Zu ihnen gehören beispielsweise:

  • Übelkeit,
  • Husten,
  • Kopf- und Bauchschmerzen,
  • ein entzündeter Hals
  • sowie

Tag 1

In den ersten Tagen nach der Ansteckung entzündet sich der Rachen verstärkt. Hierbei erkennen sie eine rote Farbe der Schleimhäute. Aufgrund der anhaltenden Reizung kommt es zu Schluckbeschwerden, die sich im Krankheitsverlauf verschlimmern.

Tag 2

Am zweiten Tag tritt hohes Fieber auf. Im Normalfall beträgt die Körpertemperatur in dem Fall bis zu 39 Grad Celsius. Bei Personen mit schwacher Immunabwehr steigt die erhöhte Temperatur auf 40 Grad Celsius. Nun verändert sich die Schleimhaut im Bereich des Rachens. An ihr entwickelt sich ein Ausschlag, der sich in der Fachsprache Enanthem nennt. Zugleich betrifft er den weichen Gaumen sowie das Zäpfchen. Dabei zeigt sich der leuchtend rote Rachen in Kombination mit den geschwollenen Mandeln, die deutliche helle Strippchen aufweisen. Das Krankheitsbild gilt als eindeutiges Symptom für den Scharlach.

Der Scharlach gehört zu den meldepflichtigen Krankheiten

Arbeitnehmer benachrichtigen ihre Arbeitsstelle, sofern sie eine Scarlatina vermuten. Betrifft die Krankheit ein Kind, setzen sich die Eltern zwingend mit dem Kindergarten oder der Schule in Kontakt. Der Grund besteht in der Ansteckungsgefahr. Speziell einen bis vier Tage nach der Inkubationszeit übertragen sich die Erreger über eine Schmier- und Tröpfcheninfektion.

Eine bundesweite Meldepflicht für die Erkrankung existiert nicht. Jedoch gehört die gesundheitliche Komplikation in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu den meldepflichtigen Krankheiten. Bleiben Personen, welche die charakteristischen Symptome aufweisen, nicht in Quarantäne, kommt es schnell zu einer Scharlach-Epidemie. Allerdings verändert sich der Verlauf der Erkrankung selbst bei Gruppenfällen nicht. Zu dem Ergebnis kommt der Autor Adolf Gottstein in seiner Publikation „Epidemiologische Studien über Diphtherie und Scharlach“.

Tag 2-5

Was geschieht in den ersten fünf Tagen der Infektion?

Als typisches Symptom schwellen bei Scharlach die Lymphknoten im Halsbereich an. Ein Druck auf diese Stellen ruft ein Schmerzempfinden hervor. Des Weiteren verändert sich das Aussehen der Zunge. Zuerst bleibt auf ihrer Oberfläche ein heller Belag zurück, welcher sich innerhalb von zwei Tagen löst. Am dritten Tag der Infektion färbt sich die Zungenoberseite rot und glänzend, wobei die Geschmackspapillen deutlich hervortreten. Das Merkmal nennt sich im Volksmund Himbeerzunge.

Zusammen mit dem Scharlachsymptom entwickelt sich auf der Haut der typische Ausschlag. Hierbei sammeln sich kleine, rote Pickelchen, welche die Größe eines Stecknadelkopfes besitzen. Streichen die Patienten mit der Fingerspitze über die Pusteln, fühlen sie sich erhaben an. Ebenso wirkt die gesamte oberste Hautschicht rau, sodass ihre Struktur an Sandpapier erinnert. Vorerst bildet sich die Hautirritation am Oberkörper des Scharlachkranken. Danach breitet sie sich innerhalb weniger Stunden auf andere Körperstellen aus.

Vorwiegend unter den Achseln und im Bereich der Leiste treten deutliche Veränderungen auf. Das Exanthem breitet sich bis in das Gesicht aus. Zwischen dem Mund und der Kinnpartie bleibt ein weißes Dreieck. Mediziner sprechen von der perioralen Blässe, Laien von einem Milchbart. Für den Scharlach typisch zeigt sich der fehlende Juckreiz. Ausschließlich in seltenen Fällen fühlen die Leidenden ein Prickeln auf der Haut. Drücken sie auf die entsprechende Körperstelle, verblasst der Ausschlag nicht, sondern bleibt leuchtend rot.

Tag 5-10

Die Hautirritation klingt vier bis sieben Tage nach dem Beginn der Krankheit ab. Jedoch lösen sich in der Regel am zehnten Tag der Erkrankung die ersten Hautschuppen. Speziell betrifft dieses Merkmal die Innenseiten der Hände und Füße. Bei Kindern schuppen sich vornehmlich die Fingerspitzen sowie die Zehenkuppen. Während die eigentliche Krankheit Scharlach bis zu vierzehn Tage anhält, bleibt die Schuppung sechs Wochen bis zwei Monate bestehen.

 

Der typische Krankheitsverlauf im Überblick

  • Fieber, Entzündungsanzeichen
  • Himbeerzunge im Scharlach Verlauf
  • Hautausschlag im Achsel- und Leistenbereich
  • Nach 14 Tagen erneuter Schub
  • Langsames Abheilen mit Schuppenbildung

Welche Anzeichen können beim noch vorhanden sein?

Auch Begleiterscheinungen, welche aber nicht direkt auf die Scharlacherkrankung und den Scharlach Verlauf zurück zu führen sind gehen häufig mit der Erkrankung einher.

Schnupfen, übermäßige Schleimbildung, Entzündungen der Nasenschleimhäute, entzündete Nebenhöhlen und auch Mittelohrentzündungen sind  nicht selten. Nach einigen Tagen im verschwindet der Hautausschlag immer mehr. Die Haut wird schuppig und bekommt im weiteren Scharlach Verlauf eine sehr blasse Farbe. Die Symptome der Himbeerzunge und des entzündeten Rachenraums bleiben aber noch einige Zeit im Krankheitsverlauf bestehen. Wenn Sie denken die Krankheitsphase und der Scharlach Verlauf ist fast überstanden, kommt aber kurze Zeit später (ca. 2 Wochen nach Krankheitsbeginn und Anfang  ein erneuter Schub. Die Symptome und der Scharlach Verlauf in dieser Phase beschränkt sich aber auf ein sehr müdes und abgeschlagenes Verhalten, sowie der sehr blassen Haut.

Wann heilt die Erkrankung ab?

Scharlach kann auch ohne Antibiotika ausheilen. Ohne Antibiotikum sind die Symptome in der Regel nach etwa 3 Wochen überstanden. Die Haut wird schuppig und erneuert sich im weiteren Krankheitsverlauf.

Anschließend fühlt sich der Betroffene sehr schnell wieder fit. Wenn Medikamente eingesetzt werden, dann kann eine schnellere Linderung eintreten. Die Krankheit wird damit aber häufig nur in den Hintergrund gedrängt und heilt in vielen Fällen nicht ausreichend, weshalb es kurz nach der ersten Infektion und dem ersten Scharlach Verlauf wieder zu einer Zweitinfektion kommen kann. Der Krankheitsverlauf ist auch bei einer zweiten Infektion der Scharlacherkrankung ähnlich/gleich wie bei der Erstinfektion.

Verlauf der Halsschmerzen und Schluckschmerzen

Die Halsschmerzen, welche im Krankheitsverlauf auftreten, begrenzen sich häufig auf sehr starke Schmerzen beim Schlucken und müssen nicht durchgehend vorhanden sein.

Zudem haben betroffene Menschen sehr oft starken Mundgeruch. Wenn der Mund geöffnet ist und der Rachen betrachtet wird befindet sich dort außerdem ein sehr roter und entzündeter Rachen. Diese Anzeichen im Krankheitsverlauf sind fast immer ähnlich und die typischen ersten Anzeichen der Erkrankung Scharlach.

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