Die Scharlach Behandlung

Therapiemöglichkeiten bei einer Infektion:

Eine erfolgreiche Behandlung der Scharlach Infektion und das Übergreifen der Streptokokken aus dem Hals-Rachen Raum auf ander Körperregionen setzt eine sofortige Antibiotika Therapie vorraus.

Achten Sie auf erste Symptome wie Heiserkeit und Mandelentzündung und stellen Sie sich bei Ihrem Hausarzt zur Einleitung der Scharlach Behandlung vor.

Aerztin untersucht kleinen Jungen

 

Schnelle Einleitung der Therapie

Die schnelle Einleitung der Therapie bei Scharlach verhindert die Ausbreitung der Streptokokken und garantiert eine schnelle Heilung.

Wenn Sie von einer Scharlach Infektion betroffen sind sollten Sie Ihrem Arzt auch darauf hinweisen wenn sich in Ihrem Haushalt Kinder befinden. Der Arzt wird entscheiden ob eine Mitbehandlung der Kinder notwendig ist.

Scharlach Behandlung mit Antibiotika

Wenn Sie sich bei Verdacht auf Scharlach bei Ihrem Arzt vorstellen wird dieser zuerst eine sichere Diagnose mithilfe eines Rachenabstriches stellen. Dazu entnimmt der Arzt eine Probe aus Ihrem Rachen und prüft diese mit einem Schnelltest. Bei einer positiven Bestätigung beginnt der Arzt die Scharlach Therapie mit Antibiotika, dazu wird in den meisten Fällen Penicillin verwendet.

 

Behandlungsdauer bei Scharlach

Die Behandlung mit Antibiotika muss immer über einen Behandlungszeitraum von 10 Tagen stattfinden. Die 10-tägige Penicillin-Therapie ist eine der sichersten Behandlungsmethoden, dabei kann das Antibiotika in Form von Tabletten eingenommen werden. Achten Sie dabei auf die pünktliche Einnahme der Medikamente zu täglich festen Zeiten.

 

Was können Sie selbst tun

Bei einem Verdacht auf Scharlach sollten Sie unverzüglich Ihren Arzt aufsuchen

Erste Anzeichen wie Mandelentzündung oder Hals- Rachenentzündung mit Fieber nicht mit Hausmitteln behandeln

Behandeln Sie auch einen undefinierbaren Hautausschlag nicht selbst.

Scharlach Symptome kann man neben der Antibiotika Therapie unterstützend selbst behandeln:

  •   bei Fieber helfen Wadenwickel und fiebersenkende Medikamente
  •   lauwarme Hühnerbrühe lässt sich bei Schluckbeschwerden gut essen
  •   bei Fieber sollten Sie genügend Flüssigkeit, mindestens 2 Liter pro Tag trinken

Bei einer Scharlach Infektion sollten Sie die ersten Tage Bettruhe halten.

 

Behandlung mit Schulmedizin

Bei dem Verdacht einer Scharlach-Erkrankung ist es notwendig, einen Bakteriennachweis durchzuführen. Ergab der Test eine vermehrte Anzahl von A-Streptokokken verschreiben ein Großteil der Ärzte Antibiotika in Form von Penicillin. Bei einer Penicillin-Allergie kommen alternative Medikamente wie Cephalosporin, Roxithromycin oder Erythromycin zum Einsatz.

Aufgrund der Wirksamkeit eines Antibiotikums ist es möglich, dass ein Kind nach drei Tagen wieder in eine Kindereinrichtung oder Schule darf. Aufgrund der körperlichen Belastung wird empfohlen, dass bis zu zwei Wochen auf ein Ausüben von Sport verzichtet wird.

 

Alternative Behandlungen

Eine Scharlach-Erkrankung beinhaltet Symptome wie Fieber und Halsschmerzen, weswegen Bettruhe empfohlen wird. Der Körper benötigt seine Kraft, um die Vermehrung der Bakterien einzudämmen und die Scharlach-Erkrankung zu bekämpfen. Die Selbsthilfe des Körpers kann mit einigen Naturheilkundemitteln unterstützt werden.

 

Homöopathie bei Scharlach

Eine homöopathische Behandlung kann durch verschiedene Präparate zusätzlich erfolgen. Dazu eignen sich:Bei geschwollenen Mandeln: Belladonna: auch bekannt unter: Atropa belladonna – Ausgangssubstanz: Pflanze: Tollkirsche, auch Wut- oder Irrbeere genannt. Bei Schluckbeschwerden: Lycopodium clavatum – Ausgangssubstanz: Pflanze: Bärlapp-Sporen.

Die Ausprägung der einzelnen Symptome beeinflusst die notwendige Tiefenpotenz der homöopathischen Wirkstoffe. Hauptsächlich drei Wirkstoffe haben sich in der Behandlung von Scharlach als effektiv erwiesen.

  • Belladonna

Einsetzbar bei Himbeerzunge und dem typischen Hautausschlag

  • Apis mellifica

Hilfreich bei wenig Durst und stark geschwollener Rachenschleimhaut

  • Phytolacca americana

Ideal gegen Gelenkschmerzen und geschwollenen Lymphknoten

 

Phytotherapie

Die Heilpflanze Kapuzinerkresse (Tropaeolum maius) eignet sich ideal zur Behandlung von bakteriellen Infektionen.

Der hohe Gehalt an Senfölglykosiden führt zu einer enzymatischen Spaltung aus der Benzylsenföl entsteht. Des weiteren enthält die Kapuzinerkresse einen hohen Gehalt an Schwefel, Magnesium, Kalium, Eisen, Mineralien, Oxalsäure, Flavonoide sowie Vitamin C und B.

Das Senf-Öl wird von dem Dünndarm schnell aufgenommen, wo es zu einer Bindung mit dem im Harn zu findenden Glutathion kommt. Diese Vereinigung führt einer Entstehung von Mercapturonsäure, was schließlich mit dem Urin ausgeschieden wird. Ein anderer Teil des Senf-Öls befindet sich in der Atemluft, wo es seine bakterienhemmende Wirkung verbreitet.

Benzylsen-Öl ist in der Lage die Immunabwehr anzuregen, was vereint mit der Wirksamkeit des Senf-Öls ideal gegen Scharlach wirkt. Sowohl der Dick- wie auch der Dünndarm werden von dieser sanften Behandlung nicht beeinträchtigt.

Aus diesem Grund wird die Kapuzinerkresse als eine ideale Alternative zu Antibiotika betrachtet und wird eingesetzt, um Entzündungen und Infekte zu behandeln.

 

Fiebersenkung durch Wadenwickel

Fieber ist eine Abwehrreaktion des Körpers, die dazu dient, Bakterien und ihre Toxine durch eine Erhöhung der Körpertemperatur zu bekämpfen. Ein Unterdrücken des Fieber durch eine Einnahme von fiebersenkenden Mitteln hindert den Körper daran, die Abwehrarbeit gründlich vorzunehmen.

Experten sind sich sicher, dass das Fieber eins der intelligentesten Immunstrategie ist.

Bei Kindern kann ein Fieber leicht, schnell und stark auftreten, sodass einige der Fieberschübe das Maß des erträglichen überschreiten kann. Steigt ein Fieber zu schnell oder das damit verbundene Unwohlsein, übersteigt das Maß des Erträglichen, kann ein klassischer Wadenwickel Erleichterung verschaffen. Das Fieber wird nicht unterdrückt, sondern mit Hilfe eines Wadenwickels moduliert. Ein Wadenwickel wird grundsätzlich nur bei warmen Füßen vorgenommen!

 

Lokale Therapie von Mandeln und Hals

Diese Form der Behandlung erfolgt in Form von Lutschen oder Gurgeln.

Salzpastillen weisen eine keimtötende Wirkung auf, was eine Linderung der Schluckbeschwerden und Halsschmerzen ermöglicht.

Bei einer Scharlach-Erkrankung empfiehlt sich ein Gurgeln mit homöopathischen Tinkturen wie zum Beispiel Salvia officinalis (Salbei). Auf einem halben Glas kaltem Wasser werden wenige Tropfen gegeben. Die Menge der notwendigen Tropfen variiert von Hersteller zu Hersteller. Der Entzündungsherd im Halsbereich kann mit Hilfe dieser Behandlung reduziert werden. Die Schmerzen im Halsbereich und die Schluckbeschwerden können merklich gelindert werden.

https://www.scharlach-info.de/symptome.html

Autorenprofil

Anna Nilsson

Anna Nilsson ist Fach- und Medizinautorin und verantwortlich für die Inhalte des Scharlach-Ratgebers.


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