Scharlach bei Säuglingen – Symptome und Behandlung

Können Säuglinge an Scharlach erkranken?

Die Kinderkrankheit Scharlach geht mit charakteristischen Symptomen einher. Dazu gehören die Himbeerzunge und der rote Ausschlag auf der Haut. Als Auslöser gelten die Streptokokken der Gattung A. Die Bakterien besiedeln die Rachenschleimhäute und sorgen für eine Entzündung der Gaumenmandeln. Diese zeigen eine intensive Rötung und schwellen stark an. Vorwiegend erkranken Kinder, die den Kindergarten oder die Schule besuchen, an der gesundheitlichen Komplikation. Säuglinge besitzen Antikörper, die Sie durch die Mutter erhaltenen haben. Obwohl Sie dadurch relativ sicher vor einer Scharlach Infektion sind, können sich auch Säuglingen und Babys mit Scharlach anstecken.

Scharlach bei Säuglingen

Scharlach bei Säuglingen Copyright: Image Point Photo bigstockphoto

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Oft geht die Krankheit mit starken Fieberschüben einher. Bei Neugeborenen führen sie zu einer starken Schwächung. Im schlimmsten Fall leiden die Sprösslinge unter Fieberkrämpfen, die unbehandelt zum Tod führen. Demnach erhält das frühzeitige Erkennen von Scharlach bei Säuglingen eine hohe Priorität.

 

Scharlach bei 3 Monate altem Baby

Wie äußert sich Scharlach bei Babys?

In der Regel erkranken Kinder öfter an Scharlach als Erwachsene. In Schulen und Kindergärten verbreitet sich die Infektion über winzige Speicheltröpfchen, die beim Reden und Niesen austreten. Bei Ihren Sprösslingen beträgt die Inkubationszeit zwei bis sieben Tage. Wann die ersten Symptome auftreten, hängt maßgeblich von der gesundheitlichen Konstitution der Betroffenen ab. Kommen die infizierten Personen mit Babys in Kontakt, stecken sich die Neugeborenen ebenfalls mit der Erkrankung an.

Leiden Säuglinge an Scharlach, treten die ersten Anzeichen bereits zwei bis drei Tage nach der Erstinfektion auf. Ab dem zweiten Lebensjahr erhöht sich für die Kinder die Wahrscheinlichkeit, an der Streptokokken-Infektion zu erkranken. Zu den charakteristischen Symptomen zählt die Entzündung im Hals-und-Rachenraum. Die Bakterien sammeln sich beispielsweise an den deutlich angeschwollenen Gaumenmandeln. In einigen Fällen erkennen die Eltern weiße Eiterflecken im Rachenraum ihrer Schützlinge.

Durch den Kontakt mit den Schleimhäuten gelangen die Streptokokken in den Blutkreislauf der Säuglinge. Dadurch folgt der Befall des gesamten Körpers. Bereits während der Racheninfektion bemerken Sie ein verändertes Verhalten Ihres Babys. Es verweigert beispielsweise die Nahrungsaufnahme, da der Entzündungsprozess im Mund Schmerzen hervorruft. Gleichzeitig bildet sich auf der Zunge der Säuglinge ein weißer Belag. Dieser weist einen unangenehmen Geschmack auf und führt oft zu Übelkeit und Erbrechen.

Scharlach bei Säuglingen

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Die ersten Symptome des Scharlachs bei Neugeborenen

Die Mehrzahl der jungen Scharlach-Patienten erkrankt zwischen dem vierten und zwölften Lebensjahr. Jedoch kommt es vor, dass sich auch Babys ab dem dritten Lebensmonat anstecken. In diesem Alter entwickeln die Kinder ihre eigene Immunabwehr. Die Scharlach-Infektion stellt eine starke Belastung des Organismus dar. Um die rechtzeitige Behandlung einzuleiten, achten die Eltern bereits auf erste Anzeichen, die auf die Krankheit hinweisen. Zu den deutlichen Symptomen gehören beispielsweise Schluckbeschwerden. Durch die Rachenentzündung schmerzt das Schlucken, sodass die Säuglinge vermehrt weinen.

Durch das Missempfinden verlieren sie die Lust am Saugen und verweigern beispielsweise das Milchtrinken. Zusätzlich weisen Babys mit Scharlach einen verstärkten Speichelfluss auf. Die Merkmale der Erkrankung treten oft ohne Vorwarnung auf. Durch ihre Heftigkeit unterscheiden sie sich von den Anzeichen einer normalen Grippe. Neben den Schluckbeschwerden leiden die Säuglinge unter einer erhöhten Körpertemperatur. Das Fieber steigt innerhalb kurzer Zeit und schwächt die Betroffenen.

 

Im schlimmsten Fall erleiden sie einen Fieberkrampf, bei denen unkontrollierte Muskelzuckungen erfolgen. Dauert das Phänomen länger als zehn Minuten, rufen die Eltern besser den Notarzt. Weitere Symptome, die auf eine Scharlach-Infektion bei Neugeborenen hindeuten, bilden Schüttelfrost und Husten. Ebenso klagen die erkrankten Kinder über Bauchschmerzen. Bei den Babys erkennen Sie das Phänomen an einer verhärteten oder aufgeblähten Bauchdecke. Sobald Sie die Anzeichen der Streptokokken-Infektion erkennen, suchen Sie mit dem Baby den Kinderarzt auf. Ohne die rechtzeitige Therapie führt Scharlach zu Spätfolgen wie einer Mittelohrentzündung oder Entzündungen verschiedener Organe.

 

Äußerliche Anzeichen für die Erkrankung beim Baby

Die Infektion erkennen die Eltern auch an äußeren Merkmalen, zu denen beispielsweise die Himbeerzunge gehört. Sobald der weiße Belag sich von dem Organ löst, sehen Sie die stark gerötete und glänzende Zunge Ihres Nachwuchses. Wenige Tage nach der Erstinfektion verbreitet sich ein juckender Hautausschlag auf dem gesamten Körper des Kindes. Auf der Epidermis bilden sich rote Pünktchen in der Größe eines Stecknadelkopfes. Zudem fühlt sich die Haut rau an. Vorrangig an der Leiste und unter den Armen kommt es zu einer Verschlimmerung des Phänomens. Leiden Babys an Scharlach, entzünden sich die betroffenen Hautstellen oft.

Der Grund besteht in der zarten Beschaffenheit ihrer Epidermis. Der Ausschlag betrifft die Handflächen und Fußsohlen nicht. Daher erscheinen sie beinahe weiß. Ebenso bleibt ein Dreieck zwischen dem Mund und dem Kinn der Säuglinge frei. Hierbei sprechen die Ärzte von einem Milchbart. Eine bis zwei Wochen später beginnt die Haut, sich zu schälen. Der Prozess beginnt an den Fingerkuppen und den Zehen der jungen Patienten. Um Scharlach bei Säuglingen frühzeitig zu erkennen, achten Sie auf folgende Anzeichen:

  • vermehrtes Weinen und Quengeln,
  • Mundgeruch aufgrund der Entzündung,
  • geschwollene Lymphknoten am Kiefer,
  • Berührungsempfindlichkeit der Haut.

 

Symptome verändern sich im Verlauf der Krankheit

Nicht jedes Kind weist sämtliche Merkmale der Scharlach-Infektion auf. Zudem verändern sich die Symptome im Laufe der Erkrankung. In einigen Fällen zieht die gesundheitliche Komplikation kein Fieber und keinen Ausschlag nach sich. Dennoch kommt es zur Schuppung der Haut. Bei einem schweren Verlauf des Scharlachs befällt der rote Ausschlag den gesamten Körper der Neugeborenen. Gelangt er in den Bereich der Nieren, folgt unter Umständen eine Nierenentzündung. In jedem Fall gilt es, den Arzt aufzusuchen, sobald Sie eine Infektion mit Scharlach beim Baby vermuten.

Liegt bereits der charakteristische Hautausschlag vor, erleichtert das äußerliche Symptom die Diagnose der Erkrankung. Anders verhält es sich, wenn unspezifische Krankheitszeichen auftreten. Die Eltern verkennen die Merkmale und gehen von einem grippalen Infekt aus. Die fehlerhafte Behandlung führt im schlimmsten Fall zu einer Verschlimmerung der Infektion.

 

Tipps zur Scharlach-Behandlung für die Betroffenen

Leidet Ihr Säugling unter Scharlach, verschreibt der Hausarzt in der Regel einen Saft, der Antibiotika enthält. Der Vorteil besteht in der verringerten Ansteckungsgefahr durch den infizierten Patienten. Zudem vernichtet die Arznei die Streptokokken zeitnah und verhindert schwerwiegende Folgeerkrankungen. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, die Therapie mit Hausmitteln zu unterstützen. Um die Schluckbeschwerden des Kindes zu lindern, verabreichen Sie ihm beispielsweise Kamillen- oder Kräutertee.

Ebenso bewährt es sich, bei Bedarf fiebersenkende Medikamente zu verwenden. Die erhöhte Körpertemperatur schwächt den Organismus des Babys und führt im schlimmsten Fall zur Dehydrierung. Das geschieht ebenfalls, wenn das Kind erbricht und unter Durchfall leidet. Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr für Ihren Nachwuchs.

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About author

Anna Nilsson

Anna Nilsson ist Fach- und Medizinautorin und verantwortlich für die Inhalte des Scharlach-Ratgebers.