Scharlach mit Fieber

Scharlach – Fieber und erhöhte Körpertemperaturen

Scharlach gehört zu den typischen Kinderkrankheiten, die unbehandelt häufig zu gesundheitlichen Problemen im Alter führt. Die durch eine Infektion mit Streptokokken verursachte Krankheit gilt als hochansteckend. Scharlach mit Fieber tritt im Kindergarten- und Schulalter vor allem während der kalten Jahreszeit auf.

Fieber als Symptom bei Scharlach

Eine Übertragung auf andere Personen erfolgt durch Tröpfcheninfektion und Hautkontakt. Eine Ansteckung ist durch das gemeinsame Benutzen von Spielzeug und Essbesteck möglich, da die Erreger außerhalb des Körpers überleben. Für an Scharlach erkrankte Kinder gilt während der Krankheit bis zum Abklingen der Symptome ein Aufenthaltsverbot in Kindergärten und Schulen.

 

Scharlach mit Fieber – die typischen Symptome

Plötzliches Fieber, eine Himbeerzunge und ein allgemein schlechtes Wohlbefinden deuten auf eine Erkrankung an Scharlach hin. Obwohl es sich beim Scharlach mit Fieber um eine Kinderkrankheit handelt, tritt sie vereinzelt auch bei Erwachsenen auf. Die Symptome unterscheiden sich nicht zwischen Kindern und Erwachsenen. Bei älteren Personen treten vermehrt Spätfolgen in Form eines rheumatischen Fiebers auf.

Experten empfehlen bei folgenden Symptomen das Aufsuchen eines Arztes:

  • Kopf- und Gelenkschmerzen,
  • Schüttelfrost,
  • hohes Fieber,
  • roter Hautausschlag, beginnend am Hals,
  • belegte Zunge, geröteter Gaumen sowie
  • einem sogenannten „Milchbart“.

Das allgemein schlechte Wohlbefinden veranlasst viele Betroffene, einen Arzt aufzusuchen. Das hohe Risiko einer Übertragung des Erregers auf andere Personen erfordert eine telefonische Information des Arztes im Vorfeld.

 

Nach einer Inkubationszeit von ein bis vier Tagen treten hohes Fieber und Schüttelfrost auf. Später kommen Schluckbeschwerden und Halsschmerzen hinzu. Die Mandeln sind gerötet und geschwollen, auf der Zunge bildet sich ein dicker weißlicher Belag. Der typische Hautausschlag tritt am zweiten bis dritten Krankheitstag auf. Beginnend in den Leisten und Achseln breitet er sich über Rumpf, Arme und Beine aus.

Die Himbeerzunge zeigt sich am dritten bis vierten Tag. Im Normalfall klingt das Fieber nach ein bis zwei Wochen ab, der Hautausschlag bildet sich zurück. Im späteren Verlauf kommt es zur Schuppung an den Finger- und Zehenkuppen, wobei sich die Haut in großen Fetzen ablöst.

Nach einer gründlichen Anamnese und Bestätigung der Diagnose verabreicht der Arzt ein Antibiotikum, das den Erreger vernichtet. Unbehandelt dauert eine Erkrankung an Scharlach mit Fieber drei Wochen und länger. Dagegen klingt das Fieber nach Gabe von Antibiotika innerhalb von sechs bis neun Tagen ab und der Hautausschlag bessert sich. Als Antibiotikum gilt Penicillin als die erste Wahl. Die Therapie dauert zehn Tage, wobei 24 Stunden nach dem Abklingen der Symptome keine Gefahr für eine Infektion besteht.

 

Bei einer ausbleibenden Therapie mit Penicillin gestaltet sich der Krankheitsverlauf schwieriger. Darüber hinaus treten Komplikationen wie

  • Mandelabzess,
  • rheumatisches Fieber,
  • Entzündung des Mittelohrs und der Nebenhöhlen sowie
  • Schädigung des Herzmuskels

auf. Eine Entzündung der Gelenke klingt in der Regel nach ein bis zwei Wochen ohne Spätfolgen ab. Dagegen setzt rheumatisches Fieber mit Beteiligung des Herzens eine Therapie im Krankenhaus voraus.

 

Spätfolgen im Auge behalten

Eine Erkrankung an Scharlach mit Fieber heilt bei einer Therapie mit Antibiotika in der Regel ohne Komplikationen aus. Experten empfehlen eine Untersuchung zur Kontrolle beim behandelnden Arzt innerhalb von drei Wochen nach dem Abklingen der Symptome. Diese Untersuchung dient dem frühzeitigen Erkennen von Spätfolgen, die sich auf lebenswichtige Organe wie Herz oder Nieren auswirken.

veröffentlicht  von  Anna Nilsson,

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